Samstag, 5. Oktober 2013

Eine Einführung - Stress im Business ist uncool und macht uncool

Eieiei, man selbst scheint es wirklich am schwersten zu haben: viel zu viel Arbeit, 60-Stundenwoche, nichts geht voran, 100 Dinge gleichzeitig, nichts im Griff, das Hamsterrad dreht sich immer schneller, Druck von den Vorgesetzten, Ärger mit den Lieferanten, die Kollegen sind unfähig, die größten Luftpumpen werden befördert, die Führungsriege sitzt in einem Elfenbeinturm, hat keine Ahnung von den Problemen der Mitarbeiter, arbeitet am Markt vorbei und führt den ganzen Laden zielsicher in den Abgrund….! Und das Schlimmste: Man ist unentbehrlich und kann die Firma doch unmöglich im Stich lassen. Außerdem wartet doch hinter dem Horizont eventuell schon der große Durchbruch, nach dem alles entspannter und besser wird.
Der unbeliebte Zyniker
In meiner Vergangenheit habe ich sehr viele Menschen kennengelernt, die sich so oder so ähnlich bei der Arbeit fühlen. Die Konsequenzen:

  • Kein Bock mehr
  • Das Wochenende ist schon samstags im Eimer (weil nach dem Sonntag wieder ein Montag kommt)
  • Zynismus und Sarkasmus dominieren die Redensweise
  • In der eigenen Wahrnehmung dominieren die negativen Aspekte von Situationen und Personen die positiven
  • Positiv zu denken fällt zunehmend schwerer
  • Jede Kleinigkeit, die schief geht bestätigt die eigene Opferrolle
  • Bei jeder Gelegenheit wird lamentiert





Der Prozess dahin ist schleichend aber stetig und fällt einem selbst nicht unbedingt auf. Für das Umfeld kann man dadurch unattraktiv wirken. Wer will dauerhaft mit jemandem zu tun haben, der permanent zu viel nörgelt und an jeder Sache zuerst das Negative sieht? Sie mögen doch auch lieber Sonnenschein als Nebel und Regen. Als solch eine Spaßbremse ist man weder geschäftlich noch privat gern gesehen.
In Summe ist das sicher eine extreme Darstellung und trifft in dieser Ausprägung glücklicherweise auf die wenigsten zu. Einzelne Aspekte davon betreffen den ein oder anderen aber durchaus. Erkennen Sie sich, Kollegen oder Bekannte wieder? Ich selbst habe mich auch schon in dieser Rolle gesehen. Meiner Erfahrung nach gibt es viele Mittel aus diesem Zustand hin zur Coolness im Business. Gutes Zeitmanagement, Selbstmotivation, Versetzen in eine neutrale Position, Planungssicherheit, Organisation, Arrangement mit dem Umfeld, richtiges Delegieren, Aufgabenmanagement, Identifizierung der eigenen Rolle und viele mehr. Mehr dazu in meinem nächsten Beitrag.